Über 100 Waldviertler auf Demo in Wien

Am 30. Juni wurde in Wien ein starkes Zeichen gegen die geplante Arbeitszeitänderung der neuen Regierung gesetzt. Über 100.000  Menschen demonstrierten gegen den 12h-Arbeitstag. „Wenn die neuen Regelungen im Arbeitszeitgesetz beschlossen werden, wird das die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer viel kosten: Freizeit, Geld und Gesundheit. Diesen Raubzug will die Regierung möglichst schnell durchziehen – ohne das übliche Begutachtungsverfahren im Parlament, in dem Kritik eingebracht und Änderungen erreicht werden können“, so ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heißt das: Die Arbeitszeit wird nicht flexibler sondern nur länger. Bisher ist 12 Stunden arbeiten nur im Ausnahmefall möglich, dafür sind Betriebsvereinbarungen notwendig. Darin ist meist geregelt, dass man Überstunden ohne Begründung ablehnen kann, und in vielen Fällen bekommen die ArbeitnehmerInnen zusätzliche Freizeit. Künftig müssen sich die ArbeitnehmerInnen rechtfertigen, und die privaten Interessen werden mit den betrieblichen abgewogen. Bisher musste der Chef begründen, warum 12 Stunden notwendig sind, jetzt muss der/die ArbeitnehmerIn begründen, warum das nicht geht! Private Interessen werden da nicht reichen. Auch Arbeit am Wochenende kann leichter angeordnet werden. Wir kämpfen für ein gutes Leben für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer! Hunderte Kollektivverträge und Tausende Betriebsvereinbarungen machen Arbeit flexibel. Die Regierung greift ins Geldbörsel der ArbeitnehmerInnen und Arbeitnehmer, viele ArbeitnehmerInnen werden deutlich weniger Überstundenzuschläge bekommen.

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