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Frauen wollen Brot und Rosen!

ÖGB-Frauen verteilten Rosen in ganz Österreich

„Frauen wollen Brot und Rosen", unter diesem Motto steht für die ÖGB-Frauen der heurige Frauentag. „Brot steht für ein eigenständiges Leben der Frauen, mit einem Arbeitsplatz der ihrer Qualifikation entspricht und einem gerechten Einkommen. Rosen stehen für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben", erklärt die ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende und Vizepräsidentin Sabine Oberhauser. In Wien verteilten heute, Freitag, die ÖGB-Frauen im Wiener Stadioncenter Rosen an die Beschäftigten und Kundinnen. Verteilaktionen finden in ganz Österreich statt.

„Der internationale Frauentag ist immer ein Zeitpunkt einerseits Bilanz zu ziehen und unser Arbeitsprogramm neu auszurichten, aber auch Danke zu sagen für das tägliche Engagement der Frauen sowohl im Beruf als auch in den Familien. Als Frauen haben wir in den vergangenen Jahren einiges erreicht, neue Herausforderungen wie zum Beispiel das Thema der steigenden Arbeitsbelastung kommen aber dazu", stellt Oberhauser fest. Ein wichtiges Thema ist daher die Diskussion was Vollzeitarbeit im Jahr 2014 heißt.

Während einige gesundheitsgefährdend viel arbeiten, arbeiten noch immer viele Frauen Teilzeit. Längere Phasen von Teilzeit aber auch Unterbrechungen der Erwerbsarbeit auf Grund von Betreuungspflichten, und das oft niedrigere Lohnniveau in „typischen Frauenberufen" halten die Einkommensschere noch immer viel zu weit offen. Viele Frauen werden ganz einfach aus den unterschiedlichsten Gründen in die Teilzeit gedrängt. Oberhauser: „Unsere Aufgabe ist es daher, bessere Rahmenbedingungen für jene zu fordern, die Vollzeit arbeiten wollen- bzw. von Teilzeit auf Vollzeit umsteigen wollen. Dazu braucht es unter anderem ein qualitätsgesichertes, ganztägiges, flächendeckendes und leistbares Bildungsangebot für jedes Kind ab dem 1. Lebensjahr bis zum Schuleintritt. Aber auch die ArbeitgeberInnen sind gefordert. So ist es durchaus zumutbar, dass diese im Rahmen einer Stellenausschreibung Vollzeitstellen zuerst ihren Teilzeitbeschäftigten im Betrieb anbieten müssen. Das sind einige der Gründe, warum wir als ÖGB-Frauen ums Brot kämpfen - die Rosen wollen wir dazu, wie es auch im Lied heißt."